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aufgrund einer Beschränkung des Providers pro Seite sind die News vor dem 24.2.2026 in einem Archiv zugänglich
31.5.2026 Rückblick auf die 2. Zollikofen Chess Challenge vom 30.5.2026
Mit 34 Teilnehmenden und 32 Finishern war die 2. Zollikofen Chess Challenge in Erinnerung an Albrecht Zürcher ein voller Erfolg.
Die Preise gingen an die folgende:n Spieler und Spielerin:
1. Rang: Bohler Claude
2. Rang: Robequin Alistair
3. Rang: Gast Michael
4. Rang: Gäggeler Kaspar
5. Rang: Kiener Adrian
6. Rang: Fankhauser Salomon
7. Rang: Zaugg Miro
Beste Frau: Asokkumar Gowshika
Bester Junior: Fankhauser Salomon
Ein grosser Dank geht an alle Teilnehmenden und das Organisationsteam. Ein ganz spezieller Dank geht an den Turniersponsor Daniel Brawand - Inhaber des Fachoptikgeschäfts https://swiss-optik.ch/ueber-uns/ in Zollikofen.
11.5.2026 SMM 2026 - 3. Runde vom 9.5.2026
Zollikofen gewinnt auswärts gegen Köniz-Bubenberg mit 3.5 gegen 2.5
Nicht mit der Bestbesetzung aber doch mit einer starken Mannschaft sind wir heute Nachmittag auswärts gegen Köniz-Bubenberg angetreten. Christian spielte am ersten Brett gefolgt von Daniel und dann kam Peter ans dritte Brett. Jo wollte Weiss spielen und spielte am vierten Brett. Am fünften und sechsten Brett spielte Marc und Pierre. Pierre kannte drei gegnerische Spieler, weil er gegen diese schon gespielt hatte und hoffte, dass er nicht gegen den Mannschaftsleiter Hans Vermin spielen muss. Er hoffte vergebens, denn Köniz-Bubenberg stellte gegen uns invers auf. Offenbar hatten sie Respekt vor unserer Mannschaft - ein schönes Kompliment.
Die Eröffnungsphase war an den ersten vier Bretter relativ ruhig: Christian verteidigte mit Aljechin gegen den e4 Zug, Daniel spielte Königsgambit und wurde mit dem Falkbeer Gegengambit beglückt, am dritten Brett eröffnete Weiss unregelmässig und Peter fianchettierte seinen Läufer am Königsflügel; am vierten Brett wurde Englisch mit c4 eröffnet. Marc bekam es mit der Damenbauerneröffnung zu tun und Pierre spielte e4 - what else? Ihm wurde postwendend "Cosa Nostra" das heisst Sizilianisch serviert.
Nach einer Stunde standen die ersten vier Bretter mehr oder weniger ausgeglichen da; alle Spieler kamen befriedigend aus der Eröffnung heraus und konnten ins Mittelspiel ohne Handicap überleiten. Am Brett 5 und 6 sah es etwas anders aus. Marc wurde von seinem erfahrenen Gegner ziemlich in die Mangel genommen und verlor schon bald einiges an Material; viel zu früh musste er die Segel streichen - die frühen Materialverluste waren zu gravierend und es gab auch nichts mehr, um im Trüben zu fischen. Pierre ging es nicht viel besser. Er glaubte, schon zu Beginn eine Schwäche beim Gegner auf f7 zu erkennen und startete einen Angriff nach dem Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Aber er hatte noch nicht alle Figuren entwickelt. Das hat uns doch Pierre an den Spielabenden immer eingebläut - zuerst Figuren entwickeln und dann angreifen. Sein Gegner hatte einen Verteidigungszug auf Lager, den Pierre nicht einkalkuliert hatte und ab da war sein Gegner am Drücker. Der König wurde gejagt und die Stellung war nicht mehr zu sanieren. Pierre trug es mit Fassung und gab stilvoll auf - das kann auch nicht jeder. Somit waren wir 2:0 im Hintertreffen und wir waren als Mannschaft bereits im Zugzwang, aber nicht am Brett!
Jetzt brauchte es Geduld! Nach 2,5 Stunden zeichneten sich an den ersten beiden Brettern allmählich Stellungsvorteile ab und plötzlich ging es schnell; Christian drohte zwingend die Qualität zu nehmen gefolgt von einem Damentausch. Die daraus resultierende Stellung war für Weiss praktisch verloren und Christians Gegner gab auf - auch mit Stil. Am zweiten Brett wurde schneller gespielt und die Partie befand sich bereits im Turmendspiel. Daniel konnte schneller seinen König zu den vorgerückten Bauern bewegen und sein Gegner war damit zur Passivität gezwungen. Jetzt konnte er sich alle Zeit der Welt nehmen und die Stellung stetig verbessern. Sein Endspiel war lehrbuchmässig und sein Gegner resignierte - die Umwandlung in eine Dame war nicht mehr ohne Turmverlust zu verhindern. Beim Zuschauen war schon früh klar, dass er eine gewonnene Stellung hatte, aber es ist immer spannend zuzuschauen, wie das Zug um Zug realisiert wird. Nun waren wir wieder bei den Leuten, das heisst, es stand 2:2.
Wird invers aufgestellt, fällt die Entscheidung in der Regel an den mittleren Brettern drei und vier. Am dritten Brett war Peter mit einem Mehrbauern im Vorteil und am vierten Brett Jo mit einem Minusbauern im Nachteil. Zuerst zur Partie von Peter: Es gelang ihm schrittweise die Initiative zu ergreifen; er tauschte zuerst die Türme und dann einen Springer gegen einen Läufer. Der Abtausch war vorteilhaft für Peter, weil er ja einen Mehrbauern hatte und ausserdem im Endspiel einen Springer gegen einen schwarzfeldrigen Läufer. Peter hatte alle seine Bauern auf Weiss und sein Gegner hatte eigentlich keine guten Züge zur Verfügung. Peter musste allerdings wegen eines gegnerischen Freibauern ziemlich lange herumlavieren, aber schliesslich war sein eigener Freibauer kurz vor der Umwandlung und damit konnte Peter seinen Springer problemlos dem Läufer zum Frass anbieten - dieser konnte nicht gefressen werden wegen der drohenden Umwandlung. Die Lage war schon lange aussichtslos, aber der Gegner wollte nicht aufgeben. Als die Damenumwandlung nicht mehr zu verhindern war, gab er dann doch auf - etwas spät, um stilvoll zu sein. Jetzt hatten wir sicher schon einen Mannschaftspunkt.
Es kam darauf an, was Jo noch erreichen konnte. Sein Gegner hatte zwar einen Mehrbauer, aber Jo mehr Initiative und Möglichkeiten. Jo spielte wie immer sehr solide und genau. Sein Gegner war allerdings vom gleichen Holz geschnitzt. Schliesslich zeichnete sich eine dreifache Stellungswiederholung ab und der Gegner bot ein Remis an, welches Jo im Wissen um den Mannschaftssieg dankend annahm. Dank Jos solidem Spiel holten wir also beide Mannschaftspunkte. Die gegnerische Taktik ging fast auf, aber auch knapp daneben ist halt daneben.
Spielbericht: Werner Hertzog
19.4.2026 SMM 2026 - 2. Runde vom 18.4.2026
Das Beste zuerst: Zollikofen hat gegen Fribourg 3 mit 4,5 : 1,5 gewonnen.
Das Resultat ist eigentlich viel zu deutlich ausgefallen und die Entscheidung fiel erst nach mehr als vier Stunden. Es war eine richtige Achterbahnfahrt mit dem glücklicheren Ende für Zollikofen.
Daniel spielte mit Weiss sein Königsgambit. Christian, Jo und Peter wurden alle mit der Damenbauerneröffnung konfrontiert. Emin spielte am dritten Brett mit Weiss ebenfalls 1. d4. Andreas eröffnete mit dem Königsbauern.
Nach einer Stunde Spielzeit waren alle Stellungen mehr oder weniger ausgeglichen.
Daniel hatte einen sehr zähen Gegner und seine Stellung war asymmetrisch und komplex. Christian hatte Raumvorteil mit seinen vorgerückten Bauern am Damenflügel. Auch Emin ist gut aus der Eröffnung herausgekommen und hatte leichten Vorteil. Bei Jo wurde um die Vormacht im Zentrum gekämpft und die Planentwicklung war für beide Seiten schwierig. Eine ganz andere Stellung präsentierte sich bei Andreas: Er hatte eine offene Stellung und konnte sein Läuferpaar bewahren, was eher vorteilhaft war.
In dieser Phase hatte ich das Gefühl, dass wir rasch gewinnen könnten. Nach 2,5 Stunden war der Optimismus immer noch da, weil die Stellungen alle entweder ausgeglichen waren oder sich eher zu unseren Gunsten entwickelt hatten.
Nach 3,5 Stunden schien die Entscheidung nahe: Jo konnte am vierten Brett mit Schwarz als Erster gewinnen. Das ist immer ein Vorteil, weil die gegnerischen Spieler damit unter Druck kommen. Damit hat Jo jetzt einen Spitznamen verdient: RED (Retired Extremely Dangerous). Kurz danach einigten sich Christian und sein Gegner auf Remis. Die Stellung war verkeilt und keiner konnte einen vernünftigen Hebel ansetzen. Wenig später konnte sich Andreas mit seinem guten Läufer durchsetzen und zwei Mehrbauern ergattern; schon bald strich sein Gegner die Segel. Well done Andreas! Jetzt stand es 2,5 : 0,5.
Peter spielte mit Schwarz das Budapester Gambit und hatte zwei ausgezeichnete Springer. Im 24. Zug nahm Peter mit einem Springer den f2 Bauern und sein Gegner konnte den Springer mit seinem König nicht nehmen, weil die folgende Kombination zu einem frühzeitigen Matt geführt hätte. In der Folge gewann Peter die Qualität. Ich dachte, dass Peter jetzt eine gewonnene Stellung hat.
Bei Daniel gab es ein zähes Ringen und inzwischen war sein Gegner eher am Drücker; hier dachte ich, dass Daniel noch froh sein muss, wenn er Remis halten kann. Er hat dann auch einmal Remis angeboten, aber sein Gegner ignorierte es. Auch bei Emin hatte sich das Blatt gewendet; er verlor die Qualität und hatte einen Minusbauern und einen angreifbaren König. Die Partie stand für ihn jetzt auf Verlust.
Inzwischen war die vierte Stunde angebrochen. Emin hatte nun ein Damenendspiel mit zwei Minusbauern - eigentlich verloren; sein einziger Trumpf war sein zentraler König und ein vorgerückter Freibauer. Daniel hatte zwar eine Figur mehr, aber sein Gegner hatte mit drei Mehrbauern eine enorme Drohkulisse - extrem heikel. Ich sah die Partie bereits als verloren an. Und Peter? Ihn hat inzwischen sein taktischer Mut etwas verlassen und er brachte seinen Gegner mit zu passiven Zügen wieder ins Spiel. Es gibt nichts Schwierigeres als eine gewonnene Stellung zu gewinnen! Man ruht sich auf seinem Vorteil aus und der Gegner hat nichts mehr zu verlieren - ein psychologischer Fallstrick.
Jetzt drohte der Mannschaftsverlust!
In der fünften Stunde kam die überraschende Wende: Zwar verlor Peter seine Partie in einer Zugzwangsstellung - eigentlich schade nach seinem genialen 24. Zug. Dafür konnte Emin seine Partie dank gütiger Mithilfe seines Gegners gewinnen. Sein Gegner liess sich auf einen Damentausch ein und Emin konnte dann dank der besseren Königsposition seinen vorgerückten Bauern schneller umwandeln - Endspieltechnik sollte man intus haben! Sein Gegner hatte offensichtlich die Stellung falsch beurteilt. Damit war der Mannschaftssieg gesichert. Ich konnte es kaum fassen - was für eine Wende!
Und es kam noch besser. Daniel schaffte das Wunder, seinen letzten (!) Bauern in eine Dame zu verwandeln und mit einem vorhergehenden Springeropfer den Gegner zu einem entscheidenden Tempoverlust zu zwingen. Danach musste er mit seiner Dame und dem König vier Bauern stoppen. Keine leichte Aufgabe, aber er spielte im Gegensatz zu seinem Gegner das Endspiel absolut fehlerfrei.
Vor Spielbeginn hatte ich der gegnerischen Mannschaft versprochen, dass jeder der verliert, ein Birra Moretti bekommt. Die Gegner hat’s gefreut. Es gab also vier Mal Gratisbier!
Spielbericht: Werner Hertzog
29.03.2026 – Das Sommerprogramm ist aufgeschaltet
Abwechslungsreich, entspannt und für alle Spielstärken geeignet.
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14.3.2026 SMM 2026 - 1. Runde vom 13.3.2026
Wenn wir gegen Kirchberg spielen, geht es immer hoch zu und her. Es war unklar, ob die beiden starken Lehmann-Brüder
spielen würden und falls ja an welchem Brett. Es kam nur Marco Lehmann - auch gut. Als die gegnerische Aufstellung bekannt war, wussten wir, dass Marc am dritten Brett mit Weiss in den sauren
Apfel beissen musste. Ich hatte da so eine Ahnung …
Marc war dann auch der erste, der das Handtuch werfen musste; er spielte zwar forsch auf mit der
Reti-Eröffnung und lenkte dann sofort in die Damenbauerneröffung mit d4, c4 und e4; sein Gegner verteidige mit Königsindisch und nutzte die erstbeste Gelegenheit für eine scharfen Angriff, der
dann auch zum Matt führte. Es ist keine Schande, gegen Marco zu verlieren!
Am ersten Brett spielte Emin mit Weiss; Königsbauereröffnung und dann Russische Verteidigung. Emin bekam
schon bald Initiative und baute diese in gewohnter Manier aus. Mit einem schönen taktischen Angriff und sehr gut koordiniertem Figurenspiel war die Lage für den Gegner bald hoffnungslos - er gab
auf.
Nun stand es 1:1.
Am vierten Brett spielte Christian mit Schwarz; es kam das Londonsystem auf’s Brett und Christian
verteidigte königsindisch. Lange Zeit war die Stellung komplett geschlossen; dann kam die Öffnung von Christian; die h-Linie war komplett offen und es drohte ein heftiger Angriff auf den weissen
König. Ich hatte schon den Sieg für Christian notiert, aber Christian vergreift sich in der Zugfolge und gewährt dem Gegner ein Tempo. Der Gegner verliert zwar die Dame, aber Christian auch zwei
Figuren und der Gegner behält beide Türme und besitzt nun die h-Linie. So ein Pech - nun war der schwarze König kompromittiert und der Gegner liess sich nicht zwei Mal bitten. Christian war
genervt …
Am sechsten Brett spielte Peter mit Schwarz gegen einen starken Gegner. Peter spielte das Wolga-Gambit
gegen die d4 Eröffnung. Die Partie dauert ziemlich lange und ging ins Endspiel. Es war ein schwieriges Endspiel mit einem Minusbauern für Peter. Sein starker Springer gegen eine schwächelnden
Läufer rettete ihm das Remis.
Jetzt kam es auf Daniel an! Er spielte am fünften Brett mit Weiss und spielte sein Königsgambit.
Sein Gegner lehnte ab und Daniel behielt die Initiative, aber nie soviel, dass es für eine Entscheidung gereicht hätte; also musste die Partie im Endspiel entschieden werden. Daniel hatte den
aktiveren König und die bessere Bauernstruktur; der richtige Bauernzug und sein Gegner gab auf - er wollte sich das nicht mehr zeigen lassen.
Jetzt stand es 2,5: 2,5. Jo spielte mit Schwarz am zweiten Brett; er hätte zwar lieber auf den hinteren
Brettern gespielt, aber ich hatte meine Gründe für diese Aufstellung und ich behielt recht. Sein Gegner eröffnete mit dem Damenbauern und Jo verteidigte Königsindisch. Jo liess sich viel Zeit und
sein Gegner ebenfalls. Sie spielten wir Grossmeister. Nach vier Stunden waren sie dann in einem Turm/Springer -Endspiel angekommen. Jo hatte einen Minusbauern, aber nur kurze Zeit, weil sein
Gegner seinen Isolani-Freibauern nicht verteidigen konnte. Jo sah das natürlich. Die Springer wurden getauscht und dann kam ein komplexes Turmendspiel. Sein Gegner wollte unbedingt gewinnen, weil
er drei verbundene Bauern hatte und Jo hatte drei Isolani! Diese waren aber so gut positioniert und der gegnerische König in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Schliesslich konnte Jo dreifache
Stellungswiederholung monieren und die Partie endete remis.
Damit gab es eine gerechte Punkteteilung. Beide Mannschaften hätten auch gewinnen können, aber am
Schluss waren beide Mannschaften zufrieden.
Es war ein richtiger Show-down mit spannenden Stellungen zähen Kämpfen.
Spielbericht: Werner Hertzog
2.3.2026 SJMM 2025/2026 - Regionalliga 2 - West 2 - 4./5. Runde vom 28.2.2026
In der 4. und 5. Runde traf der Schachklub Zollikofen am 28. Februar 2026 gleich zweimal auf Solothurner Mannschaften. Gegen Solothurn 5 erreichten wir ein 2:2-Unentschieden, mussten uns jedoch
in der anschliessenden Begegnung gegen Solothurn 4 mit 1:3 geschlagen geben. Damit holten wir aus vier möglichen Mannschaftspunkten nur einen, womit ein mögliches Aufstiegsspiel ausser Reichweite
gerät. Die Partien waren teilweise gehaltvoll und hart umkämpft, allerdings auch mit Fehlern auf beiden Seiten. Unsere Junioren zeigten Kampfgeist und Kreativität, verfolgten jedoch mitunter zu
konsequent ihre eigenen Ideen und übersahen dabei Chancen am Brett. Gleichzeitig gab es auch starke und überraschende Züge, die das vorhandene Potenzial klar aufzeigen. Nach fünf Runden liegen
wir weiterhin auf dem 2. Schlussrang. Erfreulich ist, dass wir uns im zweiten SJMM-Jahr deutlich gesteigert haben. Die Entwicklung stimmt – und vielleicht gelingt im dritten Jahr der nächste
Schritt.
Post gestützt auf Bericht Werner Hertzog
Link Swisschess zur 4. Runde
Link Swisschess zur 5. Runde
25.2.2026 GM im Fokus - Viktor Kortschnoi
Ein herzlicher Dank geht an Peter Schmid für die Aufarbeitung und die Vorstellung von Viktor Kortschnoi am Spielabend vom 19. Februar 2026.
Der in Leningrad geborene Grossmeister zählte über Jahrzehnte zur Weltspitze. Er gewann fünfmal die Meisterschaft der UdSSR, bestritt 1978 den
Weltmeisterschaftskampf gegen Anatoli Karpow und spielte nach seiner Emigration viele Jahre erfolgreich für die Schweiz.
Link zur Biografie
Link
zu weiteren Präsentationen von Grossmeistern an unseren Spielabenden
24.2.2026 SGM 2025/2026 – 3. Regionalliga – Zone F – 6. Runde - gespielt am
21.2.2026
Wir haben 3:1 gegen Schwarz-Weiss Bern 3 gewonnen.
Der Kampf war aber viel ausgeglichener als das Resultat vermuten lässt.
Resultatseite Swisschess
Es kamen vier
spannende Partien aufs Brett:
Daniel spielte mit Weiss sein berüchtigtes Königsgambit
Christian verteidigte mit der Aljechinverteidigung gegen die e4 Eröffnung
Emin eröffnete mit e4 und sein Gegner verteidigte russisch
Peter wurde auch mit e4 konfrontiert und verteidigte sizilianisch
Also vier e4 Eröffnungen und vier grundverschiedene Spielentwicklungen. Das ist ein bisschen das Problem der e4 Eröffnung, welche ja gemäss Pierre
die Mutter aller Eröffnungen ist; beide Spieler müssen relativ viel wissen, ganz geschweige denn von den vielen Varianten nach jeder Abzweigung.
Als Erster gewann Peter; er spielte gegen einen Junior. Wie oft bei Junioren zu beobachten, spielte dieser zu schnell und stellte
schon zu Beginn des Mittelspiels einen Läufer ein; etwas später übersah er eine Scheindeckung und verlor noch eine Figur. Peter war unerbittlich und setzte ihn in wenigen Zügen matt. Danach gab
es etwas Tränen, aber Peter tröstete ihn und spielte noch drei Partien Blitz; diese spielte der Junge dann viel besser.
Als Zweiter gewann Emin; es gelang ihm, dem Gegner zwei Bauern zu stehlen, ohne dass dieser dafür eine Kompensation erhielt. Das
war natürlich nicht mehr aufzuholen und Emin nutzte seinen Vorteil und gewann souverän.
Als Dritter beendete Daniel seine Partie; es war ein harter Fight und sein Gegner war ihm ebenbürtig. Daniel konnte den
geopferten Bauern zurückgewinnen, aber das war dann schon das höchste der Gefühle. Beide Gegner mussten mit Schwächen in der Stellung kämpfen; eben Königsgambit … schliesslich einigten sie sich
auf ein gerechtes Remis.
Nicht überraschend dauerte Christians Partie am längsten; im Nachhinein wurde rasch klar, wo der suboptimale Zug war. Meistens
reicht einer, um in Nachteil zu kommen. Christian liebt geschlossene und komplizierte Stellungen, welche er dann im entscheidenden Augenblick überraschend öffnet. Für einmal ging Christian mit
einem Minusbauern ins Endspiel mit vier Türmen auf dem Brett. Christian konnte den Minusbauern dadurch kompensieren, dass er beide Türme auf der zweiten Linie des Gegners hatte und den
gegnerischen König kontrollieren konnte. Am Ende einigten sich die beiden Spieler auf Remis. Es drohte dreifache Stellungswiederholung; die nachträgliche Analyse ergab als Variante eine
erzwungene Abwicklung ins Remis - also der richtige Entscheid.
Fazit zu den Spielertypen:
Daniel: ein Weissspieler und scharfer Taktiker mit strategischem Flair alias der Weisse
Hai
Christian: seine Mühlen mahlen langsam aber stetig alias der Mühlstein
Emin: ein effizienter Umsetzer von erzielten Vorteilen alias die Boa
constrictor
Peter: ein neoromantischer Gambitspieler mit Schwarz alias der Schwarze
Tod
Alles in allem ein gelungener Nachmittag mit spannenden Partien.
Bericht von Werner Hertzog
24.2.2026 BVM 25/26 - Ergebnisse der 6. Runde in der Kategorie B - gespielt am 17./18.2.2026
Webseite zur BVM
Resultatseite zur 6. Runde
Zollikofen 1 gewinnt auswärts mit 3:1 gegen Gurten 2
Herzliche Gratulation und DANKE für euren Einsatz!
Zollikofen 2 verliert auswärts mit 0:4 gegen SK Bern 3
DANKE für euren Einsatz!
Jede gespielte und analysierte Schachpartie ist Schachunterricht - über die Zeit eine bessere Übersicht und stärkere Züge am Brett folgen mit Sicherheit!